Manfred Unterweger (Undi / +i): Materialbilder – Objekte – Installationen - Fotografie
Teilnahme an der 6. internationalen Biennale für zeitgenössische Kunst in Shiryaevo/Samara (Russland)
CV: Manfred Unterweger (Undi/+i)
* 1956 in Stuttgart (meine Geburt traf mich unvorbereitet und kam mir zeitlich ungelegen)
1995: künstlerische Anerkennung vom Verband bildender Künstler Baden-Württemberg,
Mitgliedschaften:
Studium an der FH Pforzheim
Manfred Unterweger (Undi / +i) lebt und arbeitet in Stuttgart als freischaffender bildender Künstler, Werbegrafiker und Texter (Inhaber der Werbeagentur Think, Infos unter: www.think-stuttgart.de und THINK)
Ausstellungen (Auswahl)
2012:
Nihao? 你好
Kunstverein Erlangen
Wege zur Stille
Galerie Riedel, Frankenthal
Galerie Zero Arts e.V., Stuttgart
Preis der Jury für seine Arbeiten zur
2010:
Teilnahme am internationalen Kunstprojekt ‚Die Donaurolle‘ (Mai - August 2010)
Ausstellung ‚Die Donaurolle‘ im Stuttgarter Kunstverein
Ausstellung ‚EXIT u.s.‘ im Stuttgarter Kunstverein mit Arbeiten (Installationen, Materialbilder, Kurzfilm) zum Thema Todesstrafe / Menschenrechtsverletzungen in China
EINE BANK FÜR ALLE, Schwabenplatz, Stuttgart (öffentliches Projekt mit Künstlern des Kunstvereins am Kelterberg)
Es ist die Zeit, Galerie des Kunstvereins am Kelterberg, Stuttgart
2009:
Dokumentation zur Biennale in Shiryaevo/Samara (Russland) im Stuttgarter Kunstverein
Teilnahme an der 6. internationalen Biennale für zeitgenössische Kunst in Shiryaevo/Samara (Russland)
Masterclass-Symposium in Green City/Nizhnij Novgorod / Workshops mit Kunststudenden der Kunstakademie in Nizhnij Novgorod (Russland)
Stipendium des Kulturamtes der Stadt Stuttgart
monochromeARTikulationen, Galerie des Kunstvereins Fulda
2008:
Gestundete Zeit, Galerie C. Klein, Darmstadt
monochromeARTikulationen, Galerie Experiment, Stuttgart
MATERIALismus, Galerie C. Keller, Weimar
2007:
ERODIERUNGEN II, Galerie Zero Arts, Stuttgart
Bad Homburger Herbstsalon, Galerie Artlantis,
15 Positionen zur Armut, Galerie Zero Arts,
ERODIERUNGEN I, Konferenzzentrum Step 4, Stuttgart
Metamorphosen I, Künstlerhaus Böblingen
Theater Altes Amtsgericht, Böblingen
Zur Ausstellung 'MATERIALismus' / Manfred Unterweger (Undi/+i) in der Galerie des Kunstvereins am Kelterberg (2009) - Bild anklicken
VI Shiryaevo Biennale of contemporary art (general information - to view the catalogue please click on the picture)
In 2009, the Biennale Organizing Committee decided to conduct master classes under the program PFGTSSI «Green city» in Nizhniy Novgorod.
Shiryaevo-Biennale (general information)
Shiryaevo Biennale «between Europe and Asia» - is the biggest and most authentic event of contemporary art in Samara region. Shiryaevo Biennale has been held every August of every odd-numbered year since 1999, in the traditional Russian village Shiryaevo, located on the bank of the River Volga.
"Fundstücke, künstliche Alterungsprozesse unscheinbare, so genannte 'arme Materialien', umwelt- und sozialpolitisch relevante Themen wie die Zerstörung unserer Umwelt, den sorglosen Umgang mit
unseren Ressourcen und Menschenrechtsverletzungen charakterisieren Manfred Unterwegers Werk. Das verwendete Ausgangsmaterial hat dabei entweder seine besten Tage schon lange hinter sich oder
unterliegt durch die Bearbeitung einem künstlichen Alterungsprozeß. Das Treibgut unserer Konsum- und Wegwerfgesellschaft erfährt durch Manfred Unterweger eine ungewöhnliche Metamorphose und erlangt durch seine Bearbeitung eine neue
Idendität, die uns nachdenklich werden lässt. Die ver- und bearbeiteten Materialien werden so zu mehrdeutigen Ruinen des Gegenständlichen. Genau in diesen zerstörten Relikten aus der Alltagswelt
findet Unterweger die Quelle seiner gesellschaftspolitischen Kritik und zeigt, daß auch Kunst ein starkes Mittel ist, den Menschen die Realität vor Augen zu führen. Der Künstler entrückt das Material
dem eigentlichen Zweck - erodiert, übermalt, überklebt, säurebehandelt oder dem Feuer ausgesetzt, erscheinen Kohle, Staub, Wachs, Teebeutel, Spaghetti, alte Strumpfhosen und andere Rohstoffe in neuem
ästhetischem Licht. Subtil sind die Werkstoffe aufeinander abgestimmt; das scheinbar Unscheinbare und Unwerte wird zu Rarität. Das verleiht den Bildern eine auch malerisch interessante Oberfläche,
deren körnige Struktur im Licht changiert und zugleich reliefartig den Raum besetzt. Auf Farbigkeit wird weitgehend verzichtet. Das ergibt sich schon aus dem Material, das sich auf schwarze und
graue, manchmal auch erdige Töne und fahles Gelb beschränkt. Alle zusammen entwickeln sie eine überraschende Vielfalt an Abtönungen, die auch ohne größere Farbigkeit malerisch wirkt. Seine sorgsam
komponierten Materialbilder, Installationen und Objekte sind Ausdruck einer kritischen Betrachtung sozialpolitisch relevanter Themen und unerschöpflicher Experimentierfreude."
(Text: Georg Zaiß/Zero Arts e.V., Stuttgart)
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