Bilder der Vernissage und der Ausstellung

 

Nicht das ICH als ganzheitliche Ordnung, sondern dass im System Mensch vielfältige, eigenständige Empfindungen sichtbar sind und dass jede Empfindung eine Ordnung in sich darstellt, steht im Fokus meiner bildnerischen Arbeitsweise.

 

Nicht ein totalitäres, in jeder Situation die Wahrheit erkennendes ICH ist der Lotse meiner Handlungsfreiheit, sondern das ICH als Produkt von verschiedenen, in sich

isolierten Empfindungen ist die determinierte mVoraussetzung meiner Handlungen.

 

Das ICH fällt seine Entscheidungen unter dem Einfluss seiner Empfindungen. Dasbewusste ICH ist demnach imaginär und beruht auf unbewussten Strukturen. Um

dieser Abhängigkeit zu entkommen, muss das ICH sich selbst in seiner Vereinzelungerkennen.

 

Wenn mein Blick etwas aus einem ICH herauslöst und wenn mein Blick verhindert, dass dieses Herausgelöste sich wieder mit dem ICH als Ganzem verbindet, also dann zu einer eigenständigen, isolierten Ordnung wird und sich dann auch nicht wieder in unbestimmten Bedeutungen verliert, dann kann diese Einsamkeit einer Empfindung als isolierte Ordnung, als etwas wahrgenommen werden, das dem ICH vertraut ist.

 

Die Frage aber, wer - EINZIG UND ALLEIN DAS ICH IST - steht als Fragezeichen im Mittelpunkt meiner bildnerischen Konzeption, bleibt aber weitgehend offen und kann nur von jedem einzelnen, für sich allein, beantwortet werden.